Von unscharfer bis verzerrter Sicht
Fast die Hälfte der Deutschen leiden an einer Sehschwäche, die entweder von Geburt an besteht oder auch im fortschreitenden Alter auftritt. Um zu verstehen, wieso wir manche Bereiche scharf sehen und andere wiederum nicht, sollte man sich den Aufbau des Auges klar machen. Das Sehen funktioniert dadurch, dass Lichtstrahlen durch Hornhaut, Pupille und Iris geleitet und auf der Netzhaut gebündelt werden. Wenn nun der Augapfel die falsche Länge oder die Hornhaut nicht die richtige Krümmung hat, resultiert eine Fehlsichtigkeit. Weitere Details und Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten von Fehlsichtigkeiten finden Sie auf diesen Seiten.
Was ist eigentlich Fehlsichtigkeit?
Der Begriff Fehlsichtigkeit bezeichnet Defizite in der Sehschärfe, dem Farbsehen, der Akkommodation, dem Augenmotorik und dem Dämmerungssehen. Was sich hinter Sehschärfe und Farbsehen verbirgt, ist bekannt. Akkommodation bezeichnet die Fähigkeit des Auges, sich so zusammen zu ziehen, das ein Gegenstand in beliebiger Ferne scharf gesehen, also sozusagen fokussiert wird. Augenmotorik dagegen ist das Vermögen des Augapfels, sich zu bewegen, vor allem sich zu drehen. Insgesamt kann man sagen, dass Fehlsichtigkeit nicht bedeutet, dass man schlechter sehen kann, als der Durchschnitt. Es bedeutet nur, dass die Sicht nicht dem Ideal entspricht, was bei der Mehrzahl der Bevölkerung der Fall ist.
Neben der bekannten Form der Ametropie, also Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Stabsichtigkeit, gibt es noch viele andere Ausprägungen der Fehlsichtigkeit. So zum Beispiel die Alterssichtigkeit, auch Presbyopie genannt, die eine Beeinträchtigung der Akkommodation im Nahbereich durch nachlassende Elastizität des Augapfels bedeutet. Oder auch das Schielen, das durch eine Gleichgewichtsstörung der Augenmuskeln ausgelöst wird. Außerdem gibt es die Hemeralopie, bei der die Betroffenen in der Dunkelheit eine Verminderung des Sehvermögens erleben, und die Farbfehlsichtigkeiten, bei der entweder Rot und Grün nur schlecht unterschieden werden können, oder sogar gar keine Farben, sondern nur Kontraste gesehen werden.
Heutzutage gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten, eine Fehlsichtigkeit zu beheben. Die verbreitetste, allerdings auch auffälligste Methode eine angeborene Sehschwäche auszugleichen, ist das Tragen von Brille oder Kontaktlinsen. Aber es gibt noch viele Alternativen! Sprechen Sie doch mal mit ihrem Arzt, oder informieren Sie sich über die Möglichkeiten der refraktiven Chirurgie.
Ursachen einer Fehlsichtigkeit
Um die verschiedenen Korrekturmöglichkeiten zu verstehen, lohnt es sich die diversen möglichen Ursachen einer Fehlsichtigkeit genauer zu betrachten:
- Besteht ein axial refraktiver Brechungsfehler bedeutet dies, dass die Brennweite des Auges nicht mit der Länge des Augapfels übereinstimmt
- Ist der Augapfel zu lang, spricht man von Kurzsichtigkeit (Myopie).
- Ist er zu kurz im Verhältnis zur Augenbrechkraft, nennt man das Weitsichtigkeit (Hyperopie)
- Weitere Fehlsichtigkeiten können entstehen, wenn das Auge unterschiedliche Brennpunkte in unterschiedlichen Meridianen hat: Hornhautkrümmung, Stabsichtigkeit und Astigmatismus.
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- Sandra Brown, M.D. – University of Michigan Kellogg Eye Center
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