Wo eine Laserbehandlung nicht mehr ausreicht, zum Beispiel bei mehr als -10 oder +4 Dioptrien oder wenn die Hornhaut zu dünn ist, sind Implantate eine gute Alternative. Entweder wird ein refraktiver Linsentausch vorgenommen oder eine Phake Intraokularlinse eingesetzt, worüber Sie sich hier informieren können. So ist es sogar extrem fehlsichtige Menschen möglich, ohne Brille oder Kontaktlinsen zu leben!
Wie verläuft eine Linsenoperation?
Vor der Einsetzung von Implantaten müssen erst mal die Augenwerte genau bemessen werden, um die optimale Linsenstärke heraus zu finden. Die Linsenoperation selbst wird dann ambulant durchgeführt und soll natürlich möglichste schmerzfrei von Statten gehen. Da Injektionsbetäubungen im Gesicht meist schmerzhafte Spritzen mit sich bringen, wird eher auf Tropfbetäubungen zurückgegriffen, die das Schmerzempfinden des Auges ausschalten. Dann beginnt die eigentliche Linsenoperation, bei der zu allererst ein kleiner Schnitt in die Hornhaut gemacht wird. Dadurch wird die Intraokularlinse geschoben und vor die Netzhaut gesetzt, wo sie stabilisiert wird. Um Komplikationen wie einen erhöhten Augeninnendruck zu vermeiden, wird meist noch ein winziges Loch in die Iris gemacht.
Nach der Linsenoperation bekommt der Patient einen Verband, der noch für eine Nacht getragen werden muss. Es kann dann zu kleinen Irritationen, wie einem Druckanstieg im Auge oder einer Regenhautentzündung kommen, aber diese klingen normalerweise recht schnell ab. Mit den richtigen Augentropfen lassen sich auch die Schmerzen lindern, die dabei eventuell entstehen. Neben dieser schnellen Rehabilitation ist die Stabilität der vorgenommenen Korrektur ein besonderer Vorteil. Außerdem ist der Eingriff reversibel, die Linse kann also ohne Probleme wieder entfernt werden. Ein Implantat bleibt aber normalerweise ein Leben lang an Ort und Stelle und verhilft so dauerhaft zu klarer Sicht.
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